Kinderförderung by Live
Kinder bewegen sich zu wenig, sitzen zu viel vor Fernseher und Computer…
Während sich ein Kind in den siebziger Jahren im Schnitt 3-4 Stunden am Tag bewegte, verbringt der heutige Nachwuchs den Großteil seiner freien Zeit sitzend - vor dem Fernseher, Computerbildschirm oder Videospiel. Das Resultat: Viele können nicht einmal mehr rückwärts gehen oder auf einem Bein stehen und haben selbst beim Schulsport schon ihre Probleme.
Für die Entwicklung der Kinder ist zielgerichtete und intensive Bewegung unerlässlich. Da die hoch technisierte moderne Gesellschaft unseren Kindern ihre Bewegungsräume nimmt, fehlen den Kindern Aktionsräume für intensive Bewegung. Diese Trägheit hat weit reichende Folgen, da körperliche und geistige Leistungsfähigkeit eng miteinander zusammenhängen. Es konnte nachgewiesen werden, dass körperliche Aktivität das Wachstum der Nervenzellen im Gehirn stimuliert. Sportliche oder spielerische Bewegung haben einen direkten Einfluss auf das Lernvermögen von Kindern und Jugendlichen. Aus Bewegungsmangel resultieren leider sehr oft Konzentrationsstörungen und Lernschwierigkeiten. Auch Haltungsschwächen, Übergewicht und Koordinationsprobleme unserer Kinder sind oft die Folge.
Untersuchungen zeigen, dass es sich, egal in welchem Alter, immer lohnt, mit dem Sport anzufangen...
Dabei kommt es nicht einmal darauf an, was die Kinder trainieren. Jeder Sport ist besser als gar keiner. Aber welcher Sport ist der richtige?
Die Vorlieben sind individuell sehr unterschiedlich. Entscheidend sind ein guter Trainer und die richtige Reihenfolge. So sollte bis in die Grundschulzeit hinein hauptsächlich die Koordination trainiert werden. Um den Körper vor Fehlbelastungen zu schützen, müssen die Bewegungen sitzen, bevor die Komponente Kraft hinzukommt. Vorteilhaft ist auch Ausdauertraining schon bei Kindern unter 10 Jahren.
Entscheidend ist es, im Kindesalter so viel wie möglich auszuprobieren, um so den richtigen Sport zu finden, der einen als Erwachsenen ein Leben lang gesund und fit hält...
Typisch für Erst- bis Viertklässler ist ihre Begeisterungsfähigkeit für neue Sportarten. Judo, Fußball, Tennis, Hockey - alles wird angepackt, vieles schnell wieder fallen gelassen - oft zur Enttäuschung der Eltern. Doch ist dies ganz im Sinne der körperlichen Entwicklung. In jungen Jahren sollte so vielseitig wie möglich trainiert werden. Erst nach Abschluss der Geschlechtsreife sollte man sich auf eine Lieblingsdisziplin spezialisieren. |